17. Mai 2018Rekrutierung von Teilnehmern für Rückenmarkskompressionsstudie erfolgreich beendet

17. Mai 2018
Bei fünf bis zehn Prozent aller Krebspatienten drücken Metastasen derart stark auf das Rückenmark, dass es zu einer schweren Form der Rückenmarksverletzung kommt, der sogenannten metastatisch bedingten Rückenmarkskompression (MBRK).

Die metastatisch bedingte Rückenmarkskompression (MBRK) kann unbehandelt zu einer kompletten Querschnittslähmung führen. Zumeist erfolgt eine Strahlentherapie, wofür diverse Konzepte (Einzeit-, Kurzzeit- oder Langzeittherapien) verfügbar sind.

Ob die Hochpräzisions-Strahlentherapie bei der Behandlung der MBRK in Zukunft eine sinnvolle Alternative zu einer Kurzzeittherapie und zu einer zweiwöchigen Langzeittherapie sein könnte, versucht InnoCan unter der Studienleitung von Prof. Dr. med. Dirk Rades, Inhaber des Lehrstuhls für Strahlentherapie an der Universität zu Lübeck, zu klären.

Dabei wird die Behandlung der Patienten mit speziellen Lagerungshilfen (z.B. Masken) durchgeführt, um eine hochpräzise Positionierung des Patienten auf dem Bestrahlungstisch zu erreichen. Dies setzt eine umfangreiche, dreidimensionale Bestrahlungsplanung voraus, sodass das den Tumor umgebende gesunde Gewebe bestmöglich geschont wird.
Die Rekrutierung von Teilnehmern für diese Studie wurde im April erfolgreich abgeschlossen und eine erste Präsentation der Studienergebnisse wird für die InnoCan Abschlusskonferenz im November erwartet. Das Protokoll der Studie wurde 2017 bereits bei BMC Cancer veröffentlicht.