InnoCan: Innovative hochtechnologische Krebsbehandlung Danmark-Deutschland

12. Okt 2016
In den kommenden zehn Jahren wird die Anzahl neuer Krebspatienten in der Interreg Deutschland-Danmark Region insbesondere aufgrund der höheren Lebenserwartung um voraussichtlich bis zu 30 Prozent steigen.

In den kommenden zehn Jahren wird die Anzahl neuer Krebspatienten in der Interreg Deutschland-Danmark Region insbesondere aufgrund der höheren Lebenserwartung um voraussichtlich bis zu 30 Prozent steigen. Das übergeordnete Ziel im Projekt InnoCan ist es, die Qualität der Krebsbehandlungen zu bewahren und zu verbessern durch: 

  • Etablierung eines Vital Signs-Testzentrums. Um innovative technische Lösungen für Krebspatienten im Gesundheitssektor schneller bereitzustellen, soll ein grenzüberschreitendes Testzentrum für Unternehmen etabliert werden. Verantwortliche Partner für die Einrichtung des Testcentereingangs sind Region Sjælland, "Produktion, Forschung und Innovation" in Dänemark und die "Klinik für Strahlentherapie" in Lübeck in Deutschland. Die Projektpartner werden die Infrastruktur des Testcenters, das Systemdesign, die grenzüberschreitenden Zusammenarbeitsformen sowie die Technologiebewertungen ausarbeiten. Mehr dazu unter Testzentrum
  • Test von Vital Signs-Technologien. Sämtliche beteiligte Krankenhäuser werden die im Rahmen des Testcenters ausgewählten Vital Signs-Lösungen testen, um eine schnellere Implementierung dieser Lösungen zu erreichen. Ziel ist zu untersuchen, ob und wie für Patienten, Angehörige und die gesundheitliche Praxis Vorteile durch die Implementierung neuer Technologien zur Überwachung von vitalen Parametern während des Krankenhausaufenthaltes und beim Patienten zu Hause erzielt werden können. Eine bereits identifizierte Technologie ist die drahtlose Lösung von Cortrium, die Herzfrequenz und Temperatur von Patienten misst.
  • Grenzüberschreitende Krebsforschung. Zur Entwicklung von kürzeren und schonenderen Behandlungsmethoden für fünf verschiedene Krebsarten sollen sechs klinische Studien durchführt werden. Mehr dazu unter Forschung.
  • Dokumentation und Analyse der Qualität der Krebsbehandlung. The Danish Cancer Society und das Krebsregister Schleswig-Holstein werden eine gemeinsame, laufend aktualisierte Datenbank für die großen Krebsarten erstellen, um die Qualität der Behandlung zu dokumentieren. Dadurch wird eine fortlaufende Überwachung der Verbesserungen der Behandlung, des Services und der Patientenzufriedenheit erzielt. Analysen der Registerdaten beispielsweise zum Überleben nach Krebs werden langfristig zur Verbesserung der Behandlungsqualität beitragen. Durch das Projekt wird Deutschland Zugang zu 25 Millionen Daten aus dem Norden erhalten und Dänemark und die übrigen nordischen Länder werden Zugang zu Daten von 80 Millionen Deutschen bekommen. Die Existenz und der Inhalt der Datenbank reichen über die Projektzeit hinaus und werden auch zukünftig neue und selbständige Resultate auf beiden Seiten der Grenze erzielen. Lesen Sie mehr unter Krebsregister

Fakten
Ziele: Bewahren und Verbesserung der Qualität von Krebsbehandlungen.
Gesamtkosten: 4,27 Millionen Euro
Projektleitung: Chefarzt Niels Henrik Holländer, Sjælland Universitätshospital Næstved, Onkologische Abteilung und palliative Einheiten
Zeit: 1. Juli 2015 - 31. Dezember 2018
Gefördert von: EU Interreg Deutschland-Danmark (Interreg 5A)

Projektpartner

  • Region Sjælland, Produktion, Forschung und Innovation
  • Odense University Hospital, Onkologische Abteilung  
  • University College Absalon
  • Design School Kolding, Cortium
  • The Danish Cancer Society 
  • Klinik für Strahlentherapie, Universität zu Lübeck/Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck
  • Klinik für Strahlentherapie/Radioonkologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel / Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
  • Institut für Krebsepidemiologie e.V. an der Universität zu Lübeck, Krebsregister Schleswig-Holstein

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