Grenzüberschreitende Dokumentation

19. Okt 2016
Routinedaten sollen analysiert, Unterschiede in den Überlebenszeiten identifiziert und Gründe für diese Unterschiede gesucht werden.

Grenzüberschreitende Dokumentation
In Norddeutschland und Dänemark existiert eine bevölkerungsbezogene Krebsregistrierung. Die Krebsregistrierung dient zur Erfassung neuer Krebserkrankungen. Neben Informationen zur Diagnose und dem Diagnosezeitpunkt werden auch Sterbedaten durch einen Abgleich mit dem Melderegister sowie durch Todesbescheinigungen erfasst. Dadurch wird die Berechnung von Neuerkrankungsraten, von Überlebenszeiten nach einer Krebsdiagnose sowie von Sterberaten ermöglicht.

Weiterentwicklung einer fruchtbaren Zusammenarbeit
Durch ein vorausgegangenes Projekt besteht bereits eine Kooperation zwischen dem schleswig-holsteinischen und dem dänischen Krebsregister. Es wurden Überlebensraten für Brust- und Darmkrebs in der Programmregion berechnet. Bei dieser Analyse wurden regionale Unterschiede festgestellt, denen nun genauer nachgegangen werden soll. Dazu sind klinische Daten notwendig.

Deutsch-dänische Unterschiede in der Krebregistrierung
In Dänemark besteht die Möglichkeit, Krebsregisterdaten mit klinischen Daten zu verlinken. In Deutschland hingegen befinden sich die klinischen Krebsregister im Aufbau, sodass Stichproben aus anderen Datenquellen benötigt werden. Im Zuge des Projektes sollen vergleichbare Datenquellen identifiziert werden. Ziel ist es, so die beobachteten Unterschiede in den Überlebensraten zu erklären. Fragen denen nachgegangen wird, sind zum Beispiel, ob diese Unterschiede auf Grund regional unterschiedlicher Lebensweisen bestehen, ob es am Zugang zu medizinischer Versorgung liegt oder an Therapieunterschieden in Deutschland und Dänemark. Langfristig trägt ein konsequentes Monitoring des Krebsgeschehens und der medizinischen Versorgung zu einer Verbesserung der Behandlungsqualität  sowie der Patientenzufriedenheit  bei.

Dieser Teil von InnoCan ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Krebsepidemiologie e.V. und der Dänischen Krebsgesellschaft.

Kontakte
Für das Projekt:
Christiane Rudolph, M. Sc.
christiane.rudolph@uksh.de
+49 451 500 52111

Institut für Krebsepidemiologie e.V.:
Prof. Dr. med. Alexander Katalinic
Alexander.katalinic@uksh.de
+49 451 500 52100

Dänische Krebsgesellschaft:
Hans Storm, MD
hans@cancer.dk
+45 35 25 76 77