Darmkrebs

28. Feb 2017
Analyse zur verbesserten Behandlung bei Krebs des oberen Mastdarmdrittels.

Behandlung bei Krebs des oberen Mastdarmdrittels
Mastdarmkrebs, in der Fachsprache Rektumkarzinom genannt, entwickelt sich im letzten Abschnitt des Darms und wird mit dem Krebs des übrigen Dickdarms (Kolonkarzinom) unter dem Begriff Darmkrebs zusammengefasst. Mastdarmkrebs zählt laut der Deutschen Krebsgesellschaft zu den zweithäufigsten bösartigen Tumoren im Magen-Darmtrakt.
Der Nutzen einer Strahlentherapie bei der Behandlung von Krebs im oberen Drittel des Mastdarms ist derzeit nicht eindeutig geklärt. In der Regel empfiehlt jede Institution, die Patienten mit Mastdarmkrebs behandelt, entweder eine Operation mit nachfolgender Chemotherapie (Therapie wie beim Dickdarmkrebs) oder eine Strahlentherapie mit gleichzeitiger Chemotherapie (Radio(chemo)-therapie) gefolgt von einer Operation und anschließender Chemotherapie (wie bei Krebs des mittleren und unteren Mastdarmdrittels). 

Ablauf der Studie
Im Rahmen der Studie werden Daten von Patienten und Patientinnen, die aufgrund von Mastdarmkrebs des oberen Drittels in den Jahren 2005-2015 an den am Projekt beteiligten Kliniken in Deutschland und Dänemark behandelt wurden, ausgewertet. Die Studie vergleicht die beiden Behandlungsformen hinsichtlich des Überlebens der Patienten sowie hinsichtlich der Kontrolle der Erkrankung.

Ausblick
Die Studie soll dazu beitragen, die Behandlung von zukünftigen Patienten mit Krebs des oberen Mastdarmdrittels zu verbessern. Darüber hinaus soll sie den Weg für eine weiterführende Studie ebnen. 

Studienleitung
Prof. Dr. med. Dirk Rades, Klinik für Strahlentherapie, Universität zu Lübeck / Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (Deutschland)